Blog


Gelenkschmerzen durch Übersäuerung


Wenig Bewegung führt zu Schmerzen in den Gelenken
Wir sitzen zu viel – für unseren Bewegungsapparat ist das alles andere als gut. Denn eine starre Körperhaltung und mangelnde körperliche Aktivität können mittelfristig zu Schmerzen in Muskeln und Gelenken führen.
Besonders der Rücken ist hohen Belastungen ausgesetzt und auch die Gelenke leiden, wenn man sich zu wenig bewegt. Muskel- und Gelenkbeschwerden können aber auch Anzeichen für eine Übersäuerung sein. Ein möglicher Auslöser für die Übersäuerung ist eine falsche Ernährung: Zuviel Wurst, Fleisch und Getreideprodukte (säurebildend) und zu wenig Obst und Gemüse (basisch). Das kann die natürliche Säure-Basen-Balance aus ihrem Gleichgewicht bringen.

Schmerzrezeptoren reagieren empfindlich auf Säure
Überschüssige Säure wird im Bindegewebe zwischengelagert. Erstaunlicherweise spielt es eine wichtige Rolle im Säure-Basen-Haushalt. Denn bei einer Übersäuerung ändert sich nicht nur die lokale Säurekonzentration im Bindegewebe, sondern auch dessen Struktur. Es kann weniger Wasser speichern und wird dadurch weniger elastisch. Die Folge ist eine sogenannte Strukturstarre – die normale Funktion von Muskeln, Sehnen und Bändern ist beeinträchtigt. Kein Wunder also, dass der Rücken schmerzt. Darüber hinaus weiss man inzwischen, dass die Schmerzrezeptoren empfindlich auf Säure reagieren und die Schmerzschwelle durch sie zusätzlich herabgesetzt wird. Jede Form von Schmerzen wird dadurch verstärkt. Die Probleme treten vor allem dort auf, wo bereits eine Vorschädigung existiert: Im durch Arthrose belasteten Knie oder im verspannten Rücken.
Mit Obst und Gemüse in Balance kommen
Eine basische Ernährung ist daher angebracht. Ist die Übersäuerung abgebaut, kann sich das Bindegewebe erholen. Die Beweglichkeit von Muskeln und Gelenken wird unterstützt. Die Schmerzen werden gelindert.

Ständig erschöpft?
Trotz ausreichend Schlaf sind Kopf und Körper manchmal unerklärlich abgespannt. Wenn dies länger anhält, ist eine ärztliche Untersuchung angebracht. Möglicherweise ist der Säure-Basen-Haushalt in Unordnung geraten. Säuren und Basen müssen mengenmäßig stets in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen, damit der Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht bleibt. Denn dieses Gleichgeweicht ist wichtig für viele Stoffwechselvorgänge und damit für unsere Gesundheit. Nicht selten gibt es jedoch einen Säure-Überschuss im Körper: Die chronische Azidose. Diese mäßige Übersäuerung trübt das Wohlbefinden und leistet Krankheiten Vorschub.

Plötzlicher Schmerz durch Übersäuerung
Hat die Säure einen kritischen Wert erreicht und kann nicht mehr ausreichend ausgeschieden werden, muss der Körper sie wie „Sondermüll“ zwischenlagern, etwa im Bindegewebe. Auf Dauer kommt es zu Schmerzen in den Gelenken, in Muskeln und Rücken. Darüber hinaus können Menschen mit chronischer Übersäuerung auch unter Verdauungsstörungen, Veränderungen von Haut, Haar und Nägeln sowie unter Abwehrschwäche oder Nervosität leiden – oft lange, ohne die Ursache zu ahnen.

Ursachen von Übersäuerung
Übersäuerung entsteht häufig durch einseitig säurehaltige Nahrung. Diese muss allerdings nicht sauer schmecken! Verantwortlich sind eiweißreiche Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Fisch, Käse, Geflügel oder Getreideprodukte. Basisch sind hingegen Obst und Gemüse, Salate und Säfte. Auch Krankheiten, Stress und Diäten begünstigen ein Ungleichgewicht von Säuren und Basen.

Das kann gegen eine Übersäuerung helfen
Sport hilft unserer inneren Chemie, überschüssige Säuren werden ausgeschwitzt. Auch ausreichend zu trinken sowie pflanzliche Kost und Ruhepausen haben einen ausgleichenden Effekt. Basenbäder oder Spirulina können den Haushalt zusätzlich regulieren.

Handgelenksganglion (Weiches Überbein an der Hand)


Was ist ein Handgelenksganglion? 
Unter einem Ganglion versteht man eine mit Flüssigkeit gefüllte Zyste, die sich im Zusammenhang mit einem Gelenk oder einer Sehnenscheide gebildet hat. Das Ganglion äussert sich am Körper als elastische bis harte Schwellung, die im Volksmund auch «Überbein» genannt wird.
Das Ganglion ist eine der häufigsten Ursachen für eine Schwellung im Hand- und Handgelenkbereich. Auslöser für die Bildung eines solchen Ganglions ist ein gewisser Abnützungs- und Überlastungsprozess im Bereich der Gelenkbänder oder der Sehnenscheiden.
Die Bänder und Sehnen sind Schwachstellen, an denen sich die mit Schleimhaut ausgekleidete Gelenkkapsel als Ventilmechanismus auszustülpen und mit eingedickter Handgelenkflüssigkeit zu füllen beginnt. Dieser Mechanismus erklärt, weshalb Ganglien an Grösse zu- und abnehmen können. Die Schmerzen entstehen durch mechanische Beeinträchtigung der Gelenkfunktion.

 


Weiches Überbein (Ganglion) am Handgelenk.

 

Ganglien treten am häufigsten am Handrücken auf. Der überwiegende Teil dieser Handgelenkganglien hat seinen Ursprung in der Bandverbindung zwischen Kahn (Os scaphoideum)- und Mondbein (Os lunatum). Dies sind Knochen der ersten Handwurzelreihe. Seltener kommen auch Ganglien auf der daumenseitigen Beugeseite des Handgelenks oder im Verlauf der Beugesehne an der Hand vor. In ganz seltenen Fällen kann einmal ein Ganglion nach innen gegen den Knochen einwachsen.

 


3 Ganglion mit Ursprung zwischen Kahn- und Mondbein.


4 Ganglion mit Wachstum in den Knochen.

 

Was sind typische Symptome eines Handgelenksganglions? 
Ganglien verursachen mechanische Gelenkschmerzen und können auch kosmetisch störend sein. Auffallend ist meist ein dumpfer Schmerz in der Nähe der Zyste, gelegentlich kann es zu brennenden Schmerzen kommen. Schmerzen können auch entstehen, wenn die Zyste noch nicht sichtbar oder tastbar ist. In diesen Fällen spricht man von versteckten (okkulten) Ganglien. Die Ganglionzysten können sich in ihrer Grösse verändern und teilweise ganz verschwinden.

Wie diagnostiziert man ein Handgelenksganglion? 
In den meisten Fällen lässt sich ein Ganglion diagnostizieren, indem man den Patienten eingehend nach dessen Beschwerden und Symptomen befragt oder wenn die für ein Ganglion typische Vorwölbung erkennbar ist. Bei einem entsprechenden Verdacht versucht man, das Ganglion bildgebend darzustellen. Die Sonographie ist hierfür das geeignetste Verfahren, welches allerdings einen erfahrenen Untersucher voraussetzt. Eine Magnetresonanz-Untersuchung (MRI) wird meist nur in nicht ganz klaren Situationen beigezogen. Eine Röntgenaufnahme der Hand bzw. des Handgelenks kann in unklaren Fällen nötig sein, beispielsweise um sich Gewissheit zu verschaffen, ob ein Ganglionwachstum in den Knochen (intraossäres Ganglion) vorliegt.

Was passiert, wenn ein Ganglion an der Hand nicht operiert wird? 
In der Regel nichts. Die Notwendigkeit einer Behandlung richtet sich nach den Symptomen. Wie bereits erwähnt, zeigen Ganglien eine relativ hohe Selbstheilungsrate. Daher drängt sich ein operatives Vorgehen im Anfangsstadium nicht auf. In seltenen Fällen können Ganglien aufgrund ihrer Grösse eine Kompression eines Nervs verursachen. Eine lang andauernde Kompression kann eine irreversible Nervenschädigung zur Folge haben. Daher sollte in diesem Fall der Nerv entlastet werden, indem das Ganglion entfernt wird. Im Falle einer Knochenbeteiligung müssen Befund und Ganglionwachstum kontrolliert werden, um eine Schädigung des Knochens zu vermeiden. Am Anfang einer Ganglionbehandlung steht in der Regel eine Spritzentherapie mit einem lokal wirkenden Kortisonpräparat. Damit kann einem Teil der Patienten bereits geholfen werden.

Was wird beim Handgelenksganglion operiert?
Wenn die bereits erwähnten Therapiemassnahmen keine Besserung bringen und die Beschwerden weiterhin bestehen, kann eine operative Behandlung in Betracht gezogen werden. Die am meisten Erfolg versprechende Behandlung ist die chirurgische Entfernung des Ganglions. Da das Ganglion tief im Inneren des Handgelenks entsteht, muss bei einer solchen Operation nicht nur der Zystensack entfernt werden, sondern auch der Ganglionstiel, der die Zyste mit Flüssigkeit versorgt. Dies verhindert mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass das Ganglion sich erneut bildet.

Wie sieht die Nachbehandlung aus? 
Grundsätzlich muss das Handgelenk nach einer Ganglionentfernung sofort wieder bewegt und im Rahmen des Zulässigen belastet werden. Wird ein dorsales Handgelenkganglion entfernt, bilden sich Narben, welche beim Beugen des Handgelenks über mehrere Wochen Probleme verursachen können. Längere Ruhigstellungen des Handgelenks müssen unbedingt vermieden werden, da ansonsten Einsteifungen mit Bewegungseinschränkungen drohen. Daher empfiehlt es sich, das Handgelenk ein paar Tage nach dem Eingriff selbstständig wieder aktiv zu bewegen und nur für die ersten 1 – 2 Wochen zum Schutz temporär eine Handgelenkschiene zu tragen.

Wie gross sind die Erfolgschancen einer Operation? 
Es ist grundsätzlich möglich, dass sich ein Ganglion erneut bildet, nachdem es zuvor operativ entfernt worden ist. Bei der hier beschriebenen Operationstechnik ist dies jedoch äusserst selten. In wenigen Fällen muss damit gerechnet werden, dass die Beweglichkeit am Handgelenk leicht eingeschränkt ist. Der Grund liegt darin, dass sich das Narbengewebe nach Eröffnung der Gelenkkapsel verhärten kann (Kapselfibrose). In solchen Fällen sollte versucht werden, unter ambulanter Ergotherapie das Narbengewebe zu dehnen.

GESUNDHEIT IST NICHT ALLES, ABER OHNE

GESUNDHEIT IST ALLES NICHT`S

 

Papaya Wickel – Entzündungshemmer


Schon die Entdecker Amerikas schwärmten von der Papaya als „Baum der Gesundheit“ und „Frucht für ein langes Leben“. Die Papaya scheint fast ein Allheilmittel zu sein und das Spektrum der Anwendungen reicht von Akne bis Zahnschmerzen. Als wurde uns diese paradiesisch-köstliche Frucht vom Himmel geschickt, wirkt diese „Frucht der Engel“, wie sie von den Begleitern Columbus genannt wurde, heilend bei Zivilisationskrankheiten jeder Art: Das Wunderbare: Papaya und mit dem Papaya-Enzym Papain angereicherte Präparate haben keinerlei Nebenwirkungen, heilen ursächlich und nicht symptomatisch, und wirken auch vorbeugend: „A papaya a day, keeps the doctor away“.
Papaya setzt mit ihren Vitalstoffen, Vitaminen, Enzymen, Mineralstoffen und anderen biologisch wirksamen Substanzen, direkt an den Ursachen von Beschwerden an und bringt unser Immunsystem und andere körpereigene Regulationssysteme wieder dazu, aus eigener Kraft harmonisch zu arbeiten. Schon die Indianer haben Papaya-Wickel auf gutartige und bösartige Geschwulste gelegt.

Wickel:

1. Die Papaya inklusive der Samen pürieren.
 
2. Die Masse auf Watte oder Küchenpapier verteilen (Unter dem Träger, Klarsichtfolie ausbreiten)
3. Um die betroffene Stelle legen. Eventuell mit einem Verband fixieren. Den Wickel für ca. 30min einwirken lassen.

Gesundheit, ein kostbares Gut

Wir müssen anfangen, Verantwortung für unser eigenes Wohlbefinden zu übernehmen. Mehr als 50 Prozent der zum Tode führenden Erkrankungen sind auf den Faktor „Ernährung“ zurückzuführen. Die meisten essen zu viel und das Falsche. Wir „verhungern an vollen Töpfen“, weil ein Überkonsum an leeren Kalorien einem Mangel an Vitalstoffen wie Vitaminen und Enzymen gegenübersteht. Durch eine säureüberschüssige Ernährung, verschärft durch den Säurebildner Streß bei mangelnden Ruhepausen, wird unser Körper sauer. Übersäuerung oder Azidose ist die Hauptursache aller chronischen Krankheiten. Wenn wir körperlich sauer sind, sind wir auch auf der seelischen Ebene leicht gereizt oder depressiv. In diesem Zustand greifen wir leicht zu Süßem oder Alkohol, was diesen Zustand noch verschlimmert. Viele Menschen befinden sich in einem Teufelkreis von Kranheit und Streß: Streß schwächt unser Immunsystem und macht uns sauer, und Krankheiten machen uns streßanfälliger.

Wie hilft Papaya?

Papaya ist in der Lage, uns zu entsäuern, Entzündungen zu senken , den Darm zu reinigen, eine gesunde Darmflora zu unterstützen, den Stoffwechsel anzukurbeln und unsere Körperzellen zu verjüngen. Papaya ist die basenbildendste Frucht, die wir kennen. Unser „Konto“, das wir vielleicht seit Jahren „überzogen“ haben – wir stecken tief in den „roten“ Säurezahlen! – wird wieder ausgeglichen.
 Säurekrankheiten wie Diabetes, Rheuma, Arteriosklerose und Krebs wird somit der „saure Boden“ entzogen.
 In den Papayasamen ist besonders viel Papain enthalten, ein eiweißspaltendes Enzym, deshalb sollte der Wickel mit den Samen zubereitet werden.

Inhaltsstoffe der Papaya

Papayas enthalten viel Vitamin C – mehr als Kiwis! -, Antioxidantien wie Karotine oder Provitamin A – mehr als Karotten – und Flavonoide. Diese Stoffe bringen unseren Stoffwechsel auf Trab, säubern unser „Innenleben“ von Schadstoffen und Schlacken, regen Nerven, Gehirn und Geist an und wirken antidepressiv. Das in der Papaya reichlich enthaltene Provitamin A verhütet Krebs, stärkt das Immunsystem und beugt Herzkrankheiten vor. Flavonoide erhöhen die Durchlässigkeit der Blutkapillaren. Außerdem enthalten Papayas die fürs Nervensystem wichtigen B-Vitamine Thiamin, Riboflavin und Niacin, das Verjünguns- und Zellvitamin E und wertvolle Mineralien wie Magnesium, Eisen, Phosphor, Kalium, Selen und Kalzium in organischer, vom Körper optimal verwertbarer Form. Mit ihrem Kalziumgehalt bieten sich Papayas für Frauen als Osteoporose-Prophylaxe an, und mit ihrem hohen Fruchtzuckeranteil als ideale Gehirnnahrung für Geistesarbeiter. Kalium ist lebenswichtig für den Herzmuskel, und Magnesium und Selen für Krebsprophylaxe und die Funktion von Nerven und Muskeln. Phosphor reguliert den wichtigen Säure-Basen-Haushalt.
Das Gute an Papayas: auch magenempfindliche Menschen vertragen die Früchte gut, da sie kaum Fruchtsäuren enthalten und sogar einen nervösen Magen beruhigen und Schleimhautreizungen heilen können. Papayas sind wichtig besonders für ältere Menschen zur schnelleren und gründlichen Eiweißverdauung, die nicht mehr so viel Magensäure und Verdauungsenzyme zur Verfügung haben.

Eisenanämie


Eine Anämie kann viele verschiedene Ursachen haben, der Großteil ist jedoch bedingt durch einen Eisenmangel. Besteht im Körper ein Mangel an Eisen, wird zu wenig Hämoglobin produziert. Etwa 80 Prozent aller Anämien sind Eisenmangelanämien.

Welche Aufgaben haben Erythrozyten und Hämoglobin?

Erythrozyten

Erythrozyten sind der Hauptbestandteil der menschlichen Blutzellen. Ihre Bildung erfolgt im roten, blutbildenden Knochenmark, das sich in platten Knochen wie Beckenknochen, Wirbelkörpern, Rippen und Schädel befindet. Die Lebensdauer der Erythrotyzten beträgt etwa 120 Tage. Anschließend erfolgt ihr Abbau durch große Fresszellen (Makrophagen) in der Milz.

Hämoglobin

Hämoglobin ist ein Bestandteil der Erythrozyten und verantwortlich dafür, dass unser Blut seine rote Farbe erhält und wir eine rosige Hautfarbe und rötliche Schleimhäute haben. Die wichtigsten Aufgaben des Hämoglobins sind die Sauerstoffbindung im Blut, die Ermöglichung des Gasaustausches in der Lunge und die Versorgung der Körperorgane mit ausreichend Sauerstoff.

Ein notwendiger Faktor für die Hämoglobinbildung ist Eisen. Ein Mangel an diesem Baustoff führt zu einer Hämoglobin-Bildungsstörung und somit zur Eisenmangelanämie.

Wie kann es zu einem Eisenmangel kommen?

Ein Eisenmangel entsteht grundsätzlich bei einem Missverhältnis zwischen Eisenaufnahme durch die Nahrung, erhöhtem Eisenbedarf im Körper und gesteigertem Eisenverlust, der vor allem durch Blutungen bedingt ist (oft auch kleinen, unbemerkten).

Etwa 80% aller Eisenmangelanämien sind auf chronische Blutungen zurückzuführen. Bei jungen Frauen liegt die Ursache meist in einer verstärkten Menstruationsblutung (Hypermenorrhoe), bei älteren Frauen oder Männern finden sich oft versteckte Blutungen im Magen-Darm-Trakt. Auch in der Schwangerschaft kommt es häufig zur Ausbildung einer Eisenmangelanämie, die in diesen Fällen durch einen erhöhten Bedarf an Eisen ausgelöst wird.

Wie äußert sich die Eisenmangelanämie?

Leitsymptom einer Anämie ist die Blässe der Haut und der Schleimhäute. Die Blässe der Haut stellt aber kein zuverlässiges Kriterium dar, da diese auch von der Durchblutung und der Pigmentierung abhängt. Die helle Farbe der Bindehautschleimhaut im Auge kann aber als Indikator für eine Anämie herangezogen werden. Das klinische Bild der Eisenmangelanämie wird bestimmt durch Allgemeinsymptome wie:

  • Haarausfall
  • Rillenbildung an den Nägeln, brüchige Nägel
  • „Mundecken“ (Mundwinkelrhagaden)
  • Chronische Müdigkeit (oft fälschlich als Depression gedeutet)
  • Konzentrationsschwäche
  • Körperliche Schwäche
  • blasse, gelbliche Haut
  • Atemnot (zuerst bei Belastung, später auch in Ruhe)
  • Kopfschmerzen
  • Tinnitus
  • Schwindel
  • Schluckbeschwerden
  • abnorme Essgelüste (z.B. in der Schwangerschaft)
  • Restless-Legs-Syndrom

Wie wird eine Eisenmangelanämie diagnostiziert?

Die Diagnose einer Eisenmangelanämie erfolgt mittels einer Blutuntersuchung, bei der ein komplettes Blutbildgemacht wird. Sie ist gekennzeichnet durch ein Absinken der Hämoglobinkonzentration unter den alters- bzw. geschlechtsspezifischen Normwert. Dieser wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit 12 g/dl für Frauen und 13 g/dl für Männer festgesetzt. Ein Hämoglobin-Wert (Hb) von beispielsweise 10,5 g/dl bedeutet also, dass der/die Betroffene an einer Anämie leidet.

Für die Diagnostik sind neben dem erniedrigten Hämoglobinwert die Parameter des Eisenstoffwechsels sowie das rote Blutbild von Bedeutung:

Ferritin

Ferritin („Speichereisen“) Die normale Ferritin-Serumkonzentration beträgt 30–450 µg/l. Werte unter 30 µg/l bedeuten zweifelsfrei einen Eisenmangel.

Transferrin

Transferrin ( „Transporteisen“, transportiert das Eisen im Blutplasma aus den Speichern zum Knochenmark, wo die Hämoglobinproduktion stattfindet). Die normale Transferrin-Konzentration im Serum liegt bei 2,1–3,4 g/l (Männer) bzw. 2,0–3,1 g/l (Frauen). Bei einem Eisenmangel kommt es zu einer Erhöhung der Transferrin-Konzentration.

Transferrinsättigung

Die Transferrinsättigung stellt einen weiteren wichtigen Parameter in der Diagnose des Eisenmangels dar. Jedes Transferrin-Molekül hat zwei Eisenbindungsstellen; normalerweise sind etwa 35% der Bindungsstellen mit Eisen gesättigt. Bei einer Sättigung von < 20% kann nicht genug Eisen an die Zielzellen transportiert werden und es kommt zu einer ungenügenden Produktion von Hämoglobin bzw. Unterversorgung von Organen, die Eisen brauchen, wie dem Hirn oder Muskel.

Hämatokrit

Dieser Wert wird in Prozent angegeben und beschreibt den Anteil der zellulären Bestandteile am Gesamtvolumen des Blutes. Bei einer Eisenmangelanämie ist er vermindert.

MCH

MCH (Mittleres Celluläres Hämoglobin): Dieser Wert gibt den Hämoglobingehalt in den Erythrozyten an. Bei Eisenmangelanämie enthalten die Erythrozyten meist zu wenig Hämoglobin (weniger als 28 pg), man spricht dann von hypochromen Erythrozyten.

MCV

MCV (Mittleres Celluläres Volumen): Auch das Volumen bzw. die Größe der roten Blutkörperchen ist bei Eisenmangelanämie oft vermindert (weniger als 80 fl). Man nennt dies eine mikrozytäre Anämie.

RDW

Die Erythrozyten sind meist unterschiedlich groß. Der Größenunterschied, die sogenannte RDW (red cell distribution width), steigt bei Eisenmangel an. Zusätzlich sind die Erythrozyten durch den veränderten Gehalt an Hämoglobin unterschiedlich gefärbt, der Prozentsatz der Zellen mit niedrigem Hämoglobin-Gehalt  steigt über 10%. Auch in Erythrozyten-Vorläuferzellen (Retikulozyten) kann ein erniedrigter Hämoglobin-Wert nachgewiesen werden.

Zink-Protoporphyrin (ZPP)

Ist zu wenig Eisen für die Hämoglobinbildung vorhanden, wird stattdessen Zink in Protoporphyrin, den Vorläufer des Hb, eingebaut. Es entsteht das im Blut nachweisbare Zink-Protoporphyrin (ZPP).

Solubler Transferrin-Rezeptor (sTfR)

Erythrozyten haben Rezeptoren für den Eisentransporter Transferrin an ihrer Zelloberfläche. Bei Eisenmangel zeigen sich diese verstärkt auf den Erythrozyten, um das im Transferrin gebundene Eisen aufnehmen zu können. Diese Rezeptoren sind auch im Blut gelöst nachweisbar. Daher kann man bei einer Eisenmangelanämie einen erhöhten Spiegel von solublen Transferrin-Rezeptoren (sTfR) im Blut messen.

Bei einem starken Eisenmangel sind meist weitere Untersuchungen zum Ausschluss einer Blutung erforderlich, um eventuelle Blutungen in Organen aufzuspüren.

Wie erfolgt die Behandlung des Eisenmangels?

Für die Behandlung der Eisenmangel Anämie ist es notwendig die Ursache des Eisenmangels zu finden und zu behandeln. Meist wird dazu auch Eisen in Form von Tabletten oder Dragees gegeben. Erst wenn diese orale Therapie nicht zum Erfolg führt oder nicht vertragen wird, kann Eisen über Infusionen direkt in die Vene gegeben werden.

Prognose

Meist sind der Eisenmangel und die Eisenmangelanämie gut therapierbar und haben bei entsprechender Behandlung mit Eisenpräparaten eine gute Prognose. Liegen dem Eisenmangel schwere Blutungen zu Grunde, kann sich eine Behandlung allerdings als schwierig erweisen.

GESUNDHEIT IST NICHT ALLES, ABER OHNE GESUNDHEIT

IST ALLES NICHT`S

Gua Sha Therapie


 Wenn wir den Begriff „Traditionelle Chinesische Medizin“ (TCM) hören, kommen uns sofort Assoziationen wie Räucherstäbchen, goldenen Buddhastatuen oder Häuschen mit geschwungenen, überkragenden Dachsparren in den Kopf.
Dabei ist das noch lange nicht alles, was die chinesische Medizin von der unseren unterscheidet. Sie greift auf mehr als 2.000 Jahre alte Heilverfahren zurück, die mittlerweile zum Großteil sogar wissenschaftlich bestätigt und anerkannt wurden. Ob Akupunktur, Shiatsu, Qigong oder Massagen. Eine der wohl außergewöhnlichsten Massagetechniken ist Gua Sha.

Was ist Gua Sha?
In Ostasien und Südostasien wird Gua Sha als Heilmethode verstanden. Wörtlich bedeutet es etwa so viel wie „nach Cholera schaben“. Wenn man sich online Bilder dazu ansieht, versteht man auch, wieso: Denn Gua Sha ist eine Reiz-Therapie, bei der die Haut mithilfe eines Schabers besonders beansprucht und gereizt wird. Erst durch dieses Verfahren kommen Muskelknötchen in der Haut zum Vorschein, die so punktuell behandelt werden können.

Wie funktioniert Gua Sha?
Grundsätzlich kann man Gua Sha am ganzen Körper anwenden. Im Gesicht wird die Behandlung allerdings etwas sanfter durchgeführt als am Körper.
Die Technik:
Bevor die tatsächliche Reizmassage beginnt, wird der zu behandelnde Bereich eingeölt. Die verwendete Substanz unterscheidet sich dabei von Naturheilkundler zu Naturheilkundler. Einige bevorzugen Tigerbalm, andere Öle auf Basis von Johanniskraut oder Ähnlichem. Die Öle sollen eine Belüftung der Meridiane bewirken, das Blut erfrischen und Blockaden lockern.
Nun wird die abgerundete Kante eines Schabers auf die Haut gedrückt und über die Muskeln und Meridiane gezogen – so lange, bis durch die starke Reibung eine Hautrötung entsteht. Dadurch sollen die Lymphe aktiviert und Körperabfälle wie Schlacke aus dem Körper geleitet werden und gleichzeitig die Entspannung gefördert und das Immunsystem verbessert werden.
Durch dieses Verfahren wird die Haut aber nicht nur oberflächlich gereizt: Es kann zur Qi und Blutstagnation kommen, Verhärtungen und Verklebungen im Gewebe, Petechien (punktuelle Blutungen) und Ekchymosen (fleckenartige Blutungen) können entstehen. Man erkennt sie an tiefroten, blutgerinselartigen Knötchen. Je dunkler sie erscheinen, desto mehr Schadstoffe befinden sich im Körper.
Diese Gefäßveränderungen in der Haut werden nun vom Therapeuten punktuell ausmassiert, damit das Qi im Körper wieder fließen kann.
Die Hautrötungen bestehen anschließend bis zu vier Tage, aber Patienten empfinden bereits direkt nach der Behandlung große Erleichterung.
Was passiert nach der Behandlung?
Nach der Behandlung bleiben nicht nur blaue Flecken und Hautrötungen bis zu vier Tagen bestehen. Es passieren weiter Prozesse im Körper. Manche Patienten erzählen von einer leichten Müdigkeit, die sie überkommt. Deshalb ist es sinnvoll, sich nach der Behandlung etwas auszuruhen.
Durch die Durchblutungsförderung wird außerdem der Stoffwechsel aktiviert, was bedeuten kann, dass man plötzlich häufig auf die Toilette muss. Es kann zudem zu einer Veränderung im Urin und Stuhl kommen: stärkerer Geruch, dunklere Farbe. Das passiert, weil der Körper entgiftet und Schadstoffe ausspült. Nach der Behandlung sollte man deshalb ausreichend Wasser oder auch Tee trinken.
Ein weiterer Nebeneffekt: Glückshormone. Patienten erzählen oft davon, dass sich ein paar Tage nach der Behandlung viel bessere Stimmung und Wohlbefinden einstellt. Durch die Entlastung des Stoffwechsel werden wieder vermehrt Endorphine ausgeschüttet, was diesen Effekt erklärt.

Anwendungsgebiete: Wie kann Gua Sha helfen?
– Rückenschmerzen
– Schulter- und Nackenschmerzen
– Bindegewebeschwäche
– Sehnen und Bänder-Entspannung
– Stoffwechselanregung
– Aktivierung des Immunsystems
– Ausleitung von Säuren und Toxinen
– Bewegungseinschränkungen
– Kopfschmerzen, Migräne
– Erkältung, Sinusitis, Bronchitis, Asthma
– Verdauungsprobleme
– weitere Probleme innerer Organe wie z.B. Herz, Blase, Niere, Uterus, Prostata
Lähmungen, Muskelatrophie oder orthopädischen Störungen

GESUNDHEIT IST MICHT ALLES ABER OHNE GESUNDHEIT
IST ALLES NICHT`S

Lymphödem & Lipödem


Lymphödem

Charakteristisch für alle Lymphödeme ist eine Weichteilschwellung als Folge einer Anreicherung eiweißreicher Flüssigkeit im Gewebe durch Störung des Lymphtransportes. Daraus entwickelt sich eine chronische Erkrankung mit bleibenden typischen Verdickungen und Verhärtungen des Gewebes durch Eiweißfibrosen. Deshalb sind Lymphödeme in der Regel leicht zu diagnostizieren. Das Lymphödem ist eine meist fortschreitende Erkrankung. Man unterscheidet zwei Arten von Lymphödemen, das primäre und das sekundäre Lymphödem. 

Primäres Lymphödem

Primären Lymphödemen liegt eine Entwicklungsstörung des Lymphgefässsystems und/oder der Lymphknoten in der Embryonalphase zugrunde (also von Geburt an). Das daraus resultierende Lymphödem ist selten bereits bei der Geburt vorhanden, oft manifestiert es sich in der Entwicklungsphase der Pubertät oder später bei Frauen in der Schwangerschaft, in der Regel aber in der ersten Lebenshälfte. Beinlymphödeme sind am häufigsten. 

Sekundäres Lymphödem

Das sekundäre Lymphödem ist im Vergleich zum primären Lymphödem Folge einer Schädigung des Lymphtransportsystems, zum Beispiel nach Verletzungen oder Operationen. 

 

 

Lipödem

Das Lipödem ist eine fast ausschließlich bei Frauen vorkommende chronische, meist fortschreitende, mit Beschwerden einhergehende Erkrankung. Sie ist gekennzeichnet durch eine symmetrische Vermehrung des Unterhautfettgewebes ausschließlich an den Extremitäten. Überwiegend betroffen sind die Beine, weniger häufig die Arme, gelegentlich eine Kombination von beiden. Bei Lipödemen der Arme und Beine sind typischerweise die Beine stärker betroffen und die Erkrankung beginnt eher an den Beinen als an den Armen.

Charakteristisch sind Ödembeschwerden wie Spannungs-, Druck- und Berührungsschmerzen sowie Blutergüsse nach geringen Traumen. Die Ursache der Erkrankung ist unklar. Diskutiert werden u. a. hormonelle und genetische Faktoren. Der Krankheitsbeginn liegt häufig in der hormonellen Umstellungsphase der Pubertät oder der Schwangerschaft, selten erst in der Phase der Menopause. In der Pubertät kommt es typischerweise zu einer Gewichtszunahme, die aus-schließlich Folge einer symmetrischen Fettgewebsvermehrung im Bereich der Beine, evtl. auch unter Einschluss der Hüften und des Gesäßes ist. Die Taille bleibt schlank. Das bedeutet, dass keine Adipositas vorhanden ist. Die sog. „Reiterhosen“ sind die Bezeichnung für eine lokalisierte Fettvermehrung im Bereich der Oberschenkel. Das sind die ersten Veränderungen, die auf das Lipödem hinweisen.

Es ist zu beobachten, dass die Fettgewebsvermehrung zunächst beschwerdefrei sein kann. Dieses beschwerdefreie und ausschließlich an den Extremitäten sich bildende Fettgewebe nennen wir Lipohypertrophie.

Erst im Krankheitsverlauf, in der Regel nach mehreren Jahren kommen Beschwerden und Schmerzen hinzu.

Charakteristisch für ein Lipödem ist die Disproportion in der Verteilung des Fettgewebes zwischen Oberkörper und Extremitäten, was für die Betroffenen zu einem großen psychischen Problem werden kann, insbesondere bei Fortschreiten der Erkrankung.

Beim Lipödem  ist durch Gewichtsreduktion das Fettgewebe nur wenig beeinflussbar und auch durch Hungern nicht zu beseitigen. Durch Gewichtszunahme verschlechtert sich in jedem Fall das Lipödem, weil die Extremitäten bei dieser Erkrankung erfahrungsgemäß mehr Fettgewebe aufbauen als der Rest des Körpers.

Oft ist die psychische Belastung der meist jungen Frauen mit einem Lipödem durch die starke Umfangsvermehrung der Beine die Ursache einer Essstörung. Verstärkt wird die Belastung durch das Verhalten der Angehörigen, nicht selten auch durch den Arzt, weil diese in Unkenntnis der Erkrankung dem Betroffenen vorhalten, sie würden zu viel essen. Die Betroffenen sind dann völlig verzweifelt, weil sie feststellen, dass sie die Gewichtszunahme selbst nicht beeinflussen können. Diese resultiert ausschließlich aus einer Fettgewebsvermehrung an den Beinen, die evtl. die Gesäßregion mit einschließt, die Taille aber bleibt schlank. Erst wenn die ernährungsbedingte Fettanlagerung hinzukommt, nimmt das Bauchhautfettgewebe zu und damit auch der Taillenumfang.

Für die Ödembildung beim Lipödem scheint eine erhöhte Kapillarpermeabilität (Durchlässigkeit) entscheidend zu sein, die zu einer Vermehrung von Flüssigkeit und Eiweiß im Interstitium (Zwischenraum) führt und die orthostatischen Ödeme erklärt.

 

 

GESUNDHEIT IST NICHT ALLES ABER OHNE GESUNDHEIT IST ALLES NICHT`S

Beinlängendifferenz: wenn das Fundament schief steht


Ein gerader Rücken setzt ein korrekt stehendes Becken voraus. Ähnlich wie ein Haus auf einem stabilen Fundament ruht, ist ein stabiles Becken wichtig für die feste Verankerung des Rumpfes. Beinlängendifferenzen stören dieses empfindliche Gleichgewicht.

Schmerzen im Rücken gehören zu den häufigsten Beschwerden im Alltag. Oft liegt ihre Ursache in der Wirbelsäule selbst oder in den stabilisierenden Muskelgruppen. Unsere 24 Wirbel im Hals-, Brust- und Lendenbereich sind wie Bauklötzchen übereinander gestapelt. Kleine Gelenke stabilisieren die Wirbel gegeneinander und schränken ihre Beweglichkeit ein. Muskelstränge ziehen die Wirbelsäule entlang. Ähnlich wie der Mast eines Segelschiffes durch stabile Seilzüge,  halten auch die Muskelgruppen unsere Wirbelsäule im Lot. Im Bereich des Beckens geht die Wirbelsäule in einen zapfenförmigen Knochen, das Kreuzbein, über. Dieses wiederum sitzt in der Beckenschaufel verankert und kann nur eine leichte Wippbewegung machen.

Schaut man von hinten auf den Rücken, so sollte dieser symmetrisch stehen. Nur wenn das Becken in der Sicht von hinten gerade steht, steht auch das Kreuzbein in einer horizontalen Position. Da die Lendenwirbelsäule wie auf einem Fundament darauf ruht, wird klar, wie wichtig die Beckenregion für die ganze Körperhaltung ist. Kippen die Hüftknochen beispielsweise nach rechts, weil das rechte Bein etwas kürzer gewachsen ist, so muss sich die Wirbelsäule in einem weiten Bogen nach links krümmen, damit der Kopf gerade steht. Auf diese Weise entstehen so genannte Skoliosen, Seitverkrümmungen der Wirbelsäule. Die Folgen können drastisch sein: verbiegen sich die einzelnen Wirbel gegeneinander, so verkanten sich die kleinen Gelenke zwischen den knöchernen Wirbelfortsätzen. Dadurch wird die Wirbelsäule nicht nur schlechter beweglich, es können auch schmerzhafte Entzündungen entstehen oder Nerventeile, die zwischen den Wirbeln aus dem Rückenmark heraustreten, gequetscht werden.

Besonders verzwickt ist die Situation im Beckenbereich. Die beiden Gelenke, mit denen das Kreuzbein im Beckenring verankert ist, das so genannten ISG, haben eine komplizierte dreidimensionale Struktur. Kippt das Becken zur Seite, so können sich diese Gelenke verkanten und stören nachhaltig die Beweglichkeit im Beckenbereich. Da die Beckenknochen gleichzeitig auf einer Seite nach vorne unten kippen, wird auch ein weiteres Gelenk gestört. Verdrehungen der Beckenknochen blockieren dieses Gelenk und können zu Schmerzen führen.

In solchen Fällen wird der Arzt oder Therapeut eine Art „Fundamentsanierung“ durchführen, also versuchen, die Position des Beckens wieder zu normalisieren. Dabei hat sich die Einstellung der Orthopädie in den letzten Jahren grundlegend geändert. Betrachtete man den Menschen noch vor wenigen Jahrzehnten eher als mechanischen Apparat, haben mittlerweile viele Erkenntnisse aus der Neurologie Einzug in die orthopädische Sichtweise gehalten. Die Unterschiede sind offensichtlich: sieht man den Menschen rein unter anatomischen Gesichtspunkten, dann muss auch rein mechanisch therapiert werden. Ist beispielsweise das rechte Bein um einen Zentimeter verkürzt, so müsste die rechte Schuhsohle auch um genau einen Zentimeter erhöht werden, um das kürzere Bein auszugleichen. Mittlerweile weiß man, dass dies leider nicht so einfach ist. Durch die vielen zwischen den Wirbel aufgespannten Muskeln kann das Gehirn die Stellung der Wirbelsäule sehr genau regeln. Indem das „Zentralnervensystem“ die Aktivität einzelner Muskelgruppen verstärkt oder abschwächt, wird die Verbiegung der Wirbelsäule fast stufenlos geregelt. Damit das Gehirn weiß, in welcher Position die Wirbelsäule gerade steht, liefern unzählige Sinneszellen in den Wirbelgelenken und in den Muskeln ständig Informationen über die Ausrichtung der einzelnen Wirbel zueinander. Dies ist der Grund, warum wir auch bei geschlossenen Augen sehr gut erspüren können, wie unser Körper gerade steht.

Ist ein Mensch nun mit einer Becken- und folglich auch Wirbelsäulenschiefstellung groß geworden, so hat sich das Nervensystem an die fehlerhaften Signale gewöhnt. Dem entsprechend wird ein Arzt auch sehr vorsichtig sein, einen Beckenschiefstand, der erst im Erwachsenenalter Beschwerden verursacht, nur nach mechanischen Gesichtspunkten auszugleichen. Zu groß ist die Gefahr, die Wirbelsäule aus ihrem labilen Gleichgewicht zu bringen.

Beinlängendifferenzen und Sport
Auch wenn ein Sportler frei von Beschwerden ist, kann es sinnvoll sein, die Statik seines Körpers zu untersuchen. Die biomechanischen Abteilungen der Olympiastützpunkte wissen schon lange um den Einfluss körpereigener Hebelverhältnisse auf das Leistungsvermögen. Unterschiedlich lange Beine, die zu Schiefstellungen des Beckens führen, beeinflussen natürlich zwangsweise die Wirkungsweise der Muskulatur. Am Beispiel der Abduktor-Muskeln, die das Bein im Hüftgelenk nach außen ziehen, kann man sich dies leicht klar machen. Stellen Sie sich ein kurzes Brett vor, das waagerecht auf zwei aufrecht stehenden Stäben lagert und beiderseits etwas übersteht. Die Stäbe stellen die beiden Beine dar; das Brett ist ein vereinfachtes Modell für das Becken. Von den überstehenden Enden des Brettes spannen wir jeweils ein Gummiband zum darunter stehenden Stab – dies sind die Abduktoren. Kürzen wir jetzt den rechten Stab, so kippt das Brett auch in diese Richtung. Im selben Moment spannt sich das linke Gummiband, das rechte lockert sich. Genau diese Situation findet sich bei der Beinmuskulatur: auf der Seite des längeren Beins wird die abspreizende Muskulatur überdehnt; auf der verkürzten Seite wird der Körper die Muskellänge reduzieren, indem er die Struktur des Muskels umbaut. Dieser Muskel ist dann etwas verkürzt und die Gelenkbeweglichkeit eingeschränkt.

Optimal für den Sport sind jedoch frei bewegliche Gelenke, die die Bewegung nicht behindern. Im Bereich der Wirbelsäule ist dies ungleich komplizierter: hat sie sich aufgrund eines Beckenschiefstandes verkrümmt, so ist ihre Beweglichkeit in einzelnen Teilen eingeschränkt.  Gerade im Beckenbereich finden sich komplizierte Gelenkstrukturen, die durch eine Beinlängendifferenz leicht verkanten. Solche „Gelenkblockaden“ verursachen nicht immer Schmerzen. Sie stören aber unbewusst Bewegungsabläufe und können dadurch sportliche Höchstleistungen verhindern.

GESUNDHEIT IST NICHT ALLES ABER OHNE GESUNDHEIT IST ALLES NICHT`S

Schleudertrauma


Symptome bei Schleudertrauma

Die Symptome bei Schleudertrauma entstehen in der Regel bei einem Auffahrunfall durch eine heftige Nackenbeugung nach von oder zur Seite, gefolgt von einer sehr schnellen Bewegung in die Gegenrichtung.
Das Schleudertrauma wird auch als Halswirbelsäulendistorsion (HWS-Distorsion) definiert.
Das klassische Schleudertrauma wird durch einen Auffahrunfall verursacht, der Kopf wird dabei nach vorn geworfen und der Hals über seine physiologischen Grenzen hinaus gebeugt; sofort danach erfolgt ein heftiger Rückprall gegen die Kopfstütze.
Es ist wichtig, die Unfalldynamik zu kennen, damit ein zweckmäßiges Behandlungsprogramm festgelegt werden kann.
Das Problem des Schleudertraumas liegt keineswegs nur in der Entzündung der Halswirbelsäule, wie häufig angenommen wird, sondern kann auch folgende Verletzungen verursachen:
Bandscheibenschäden (Diskopathien), Bandscheibenvorfälle, Bänderläsionen, Muskelverspannungen und Gelenkblockaden.
Die Nackenschmerzen und anderen Symptome können auch dann auftreten, wenn der Auffahrunfall bei geringer Geschwindigkeit erfolgt ist.
Das Schleudertrauma lässt sich nicht nur auf die Halswirbelsäule begrenzen, viele Betroffene klagen auch über Schmerzen in der Brust– und Lendenwirbelsäule, sowie am Unterkiefer, in manchen Fällen sogar am Handgelenk oder Ellbogen.

 

Was ist die Ursache für ein Schleudertrauma?

Meistens entsteht ein Schleudertrauma bei einem Auffahrunfall mit dem Pkw, aber es kann auch durch einen sportlichen Zusammenstoß oder bei einer Vollbremsung im Auto verursacht werden.
Wenn der Betroffene angeschnallt war, riskiert er lediglich ein Schleudertrauma, andernfalls kann er nach vorn geschleudert werden und mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe prallen.
Wenn die Kopfstütze korrekt positioniert ist, d.h. maximal 5 cm vom Kopf entfernt, und der Rücken fest an der Rückenlehne liegt, fallen die Auswirkungen des Traumas geringer aus.

Was sind die Symptome bei Schleudertrauma?

Die Symptomatik umfasst: Schmerzen und Bewegungseinschränkung im Bereich der Halswirbelsäule, stechende Schmerzen im Arm, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Gefühl der Benommenheit, Desorientiertheit, Sehstörungen, selten machen sich auch Schluckbeschwerden, ein Kribbeln in der Region zwischen Hals und Hand und Schmerzen im Unterkiefer bemerkbar.
Wenn der Hals des Betroffenen im Moment des Aufpralls gedreht oder zur Seite geneigt war, werden die Schmerzen stärker sein und die Genesungszeiten länger ausfallen.
In seltenen Fällen reagiert der Körper in den ersten beiden Tagen mit Fieber.
In Regel verschwinden die meisten dieser Symptome im Verlauf mehrerer Tage von selbst.
Die meisten Patienten kommen mit einem gänzlich blockierten Nacken in die Praxis, weil die schmerzhaften Stiche unerträglich sind oder weil sie Angst haben, ihn zu bewegen.
Nur bei schweren Traumata können Langzeitfolgen auftreten, wie Schäden an Hirn und Hirnnerven.
In der postakuten Phase können Verhaltensänderungen auftreten, die sich durch Schlafstörungen, Depressionen oder erhöhte Reizbarkeit äußern.
Der Verletzte kann einen durch das Trauma geradegerichteten Hals aufweisen, er könnte jedoch auch schon vorher gerade gewesen sein; dieser Zustand ist kein Grund zur Sorge, er dürfte keine Probleme verursachen.
Hat der Patient keine Wirbelfrakturen, können die Symptome durch einen Bandscheibenvorfall oder die Verschiebung der Halswirbel bedingt sein.
Kinder können dieselben Beschwerden wie Erwachsene aufweisen, obwohl dies wesentlich seltener vorkommt, denn die kindliche Wirbelsäule ist besser hydriert und ein Bandscheibenvorfall kommt vor dem 20. Lebensjahr äußerst selten vor.
Das Schleudertrauma betrifft nicht ausschließlich den Nacken, sondern auch die untere Region des Rückens; das erste Trauma erfolgt nämlch auf Höhe der Lendenwirbelsöule und des Beckens.

GESUNDHEIT IST NICHT ALLES ABER OHNE GESUNDHEIT IST ALLES NICHT`S

Schulterschmerzen /Impingement-Syndrom


Schulterschmerzen gelten immer mehr als Volkskrankheit. Durch das veränderte Freizeitverhalten und dem zu Recht gestiegenen Anspruch des Menschen auch im reiferen Altre noch aktiv sein zu können suchen deshalb immer mehr Menschen ärztliche Hilfe. Sehr häufig ist das „Impingement Syndrom“ für Schulterschmerzen verantwortlich.

 

Definition: Impingement Syndrom der Schulter
Als Impingement Syndrom bezeichnet man Schulterschmerzen, die sich auf Grund der anatomischen Enge zwischen zwei Knochen des Schultergelenks, dem Oberarmkopf (Caput humeri) und dem Schulterdach (Acromion), entwickeln.

 

Ursache: Impingement Syndrom Schulter
Besonders häufig entwickeln bestimmte Berufsgruppen, wie Handwerker die viel über Kopf arbeiten, beispielsweise Maler, aber auch „Überkopfsportler“ wie Tennis- oder Volleyball-Spieler ein Impingement Syndrom. Die anfangs belastungsabhängigen Schmerzen, vor allem bei Tätigkeiten mit angehobenem Arm, können im Verlauf in Ruheschmerz münden.
Eine ungünstige Formgebung des Acromion (hakenförmiger Sporn und / oder vermehrter seitliche Neigung) oder ein Verschleiß des Schultereckgelenkes, dem Gelenk zwischen Schlüsselbein und Schulterdach, führen häufig zu einer weiteren Einengung des naturgemäß engen Gleitraums der Sehnen unter dem Acromion.
Werden die Sehnen hier immer wieder gequetscht, kommt es zur Sehnenreizung. Eine chronische Sehnenreizung kann zu einem Sehnenverschleiß, bis hin zum Sehnenriss führen (Ruptur Rotatorenmanschette).

 

Diagnose: Impingement Syndrom Schulter
Wichtig für die Diagnosefindung ist eine detaillierte Untersuchung des Schultergelenks und der umgebenden Strukturen mit Hilfe standardisierter Tests durch einen Schulterspezialisten.
Eine Ultraschall Untersuchung gibt Aufschluss über den Zustand des Schleimbeutels (Bursa) und der Sehnen (Rotatorenmanschette). Röntgenbilder geben die knöchernen Verhältnisse des Schultergelenkes wieder und machen eine Einengung des Sehnengleitraums sichtbar. Sehr umfassende Informationen über sämtliche Strukturen der Schulter bietet das MRT.

 

Konservative Behandlung: Impingement Syndrom Schulter
Je früher das Impingement Syndrom behandelt wird, desto höher ist die Aussicht, es erfolgreich zu therapieren. Am Anfang stehen neben Schonung sanfte Therapiemaßnahmen wie Kältebehandlung, Salbenbehandlung und Elektrotherapie.
Durch bestimmte Bewegungsübungen und gezieltes Muskeltraining soll die Stellung des Oberarmkopfes verbessert werden, um so mehr Raum für die Sehnen unter dem Schulterdach zu schaffen. Wenn dies alles nicht greift, sind in der Regel entzündungshemmende Medikamenten sinnvoll.
Führen die oben genannten konservativen Maßnahmen nicht zu einer dauerhaften Beschwerdefreiheit, sollte unbedingt die Ursache des Impingement Syndroms behandelt werden. Hierzu sollte die vermehrte Enge unter dem Schulterdach arthroskopisch, d.h. einen minimal invasiven operativen Eingriff durch einen Schulterspezialisten beseitigt werden.

 

Operative Behandlung: Impingement Syndrom Schulter / Arthroskopie
Wird der Patient trotz 3-4 monatiger konservativer Therapie nicht beschwerdefrei oder tauchen die Schulterschmerzen immer wieder auf sollte unbedingt die Ursache des chronischen Reizzustandes der Schulter behandelt werden. Dies ist auch deshalb angeraten um einer fortschreitenden Schädigung der Sehnen (Rotatorenmanschette) und der Gefahr eines Sehnenrisses vorzubeugen (Ruptur Rotatorenmanschette).
Hierzu wird der Raum unter dem Schulterdach operativ erweitert, d.h. der entzündete, verdickte Schleimbeutel beseitigt, ein Band im vorderen Schulterdachbereich (Lig. coracoacromiale) durchtrennt und eventuelle knöcherne Vorsprünge abgetragen. Eine solche Operation sollte minimal-invasiv, d.h. arthroskopisch erfolgen.
Bei der Schulterarthroskopie werden in aller Regel zwei jeweils nur ca. 3 mm kleine Schnitte für die Operation benötigt. Über einen dieser Zugänge wird eine Minikamera in das Schultergelenk eingebracht mit der aller wichtigen Strukturen (Sehnen, Bänder, Schleimbeutel, Knorpel etc.) exakt beurteilen werden können. Über den zweiten Zugang kann der Operateur mit entsprechenden Spezialinstrumenten den Schaden an der Schulter reparieren.

 

Nachbehandlung: Operation Impingement Syndrom Schulter / Arthroskopie
Nach arthroskopischer Erweiterung des Gleitraums der Sehnen unter dem Schulterdach benötigt die Schulter eine gewisse Schonung, sie sollte aber bereits frühzeitig sanft bewegt werden. Eine Ruhigstellung in einer Bandage ist nicht erforderlich.

 GESUNDHEIT IST NICHT ALLES ABER OHNE GESUNDHEIT IST ALLES NICHT`S

Zähneknirschen kann Ohrgeräusche verursachen


Wer unter Ohrgeräuschen – Tinnitus – leidet, sollte zur Ursachenforschung seinen Zahnarzt aufsuchen. Denn für die belastenden Geräusche kann eine verspannte Kiefermuskulatur verantwortlich sein.
Dieser mögliche Zusammenhang ist vielen nicht bewusst. Wer auf Grund von Stress dazu neigt, mit den Zähnen zu knirschen, spannt seine Kaumuskulatur zu stark an und belastet seine Kiefergelenk falsch. Diese andauernde Verkrampfung kann sich so auf das Innenohr auswirken, dass ein unangenehmes Pfeifgeräusch entstehe. Durch den starken Druck können die feinen Haarzellen im Innenohr ähnlich stark geschädigt werden wie durch einen Hörsturz oder dauerhaft starke Beschallung.
Zähneknirschen:
Zähneknirschen schädigt manchmal das Innenohr. Eine Kieferschiene lässt Tinnitus verstummen.
Lästige Geräusche im Ohr können durch eine Fehlstellung des Kiefergelenks entstehen. Denn Mittelohr und Kiefergelenk liegen eng beieinander und sind nur durch eine dünne Knochenlamelle getrennt.
Bei der sogenannten kraniomandibulären Dysfunktion (CMD) verschiebt sich die Bisshöhe. Ursachen können beispielsweise eine angeborene Zahnfehlstellung, Zähneknirschen, einseitiges Kauen oder Zahnprothesen sein. Dann wird der Unterkiefer nicht mehr genügend stabilisiert, der Kiefergelenkkopf verlagert sich, so dass das Gelenk Geräusche macht.
Wird beim Mund schließen der Kopf des Kiefergelenks weit nach hinten geschoben, entsteht enormer Druck auf zwei dazwischen liegende Nerven. Tinnitus oder auch Schläfenkopfschmerzen können die Folge sein. Abhilfe kann eine Zahnschiene aus Kunststoff schaffen, mit der die Gelenkköpfe in ihre ursprüngliche Position zurückgebracht werden. Mindestens vier Wochen lang sollte die Schiene rund um die Uhr getragen werden. Beim Schließen des Mundes dreht sich der Unterkiefer und zieht das Kiefergelenk nach unten. Im Lauf der Zeit muss man die Schiene regelmäßig neu justieren und abschleifen, bis der ideale Biss stabilisiert ist.
Der Tinnitus ist eine akustische Wahrnehmung des Menschen, die zusätzlich zum Schall, der auf das Ohr wirkt, wahrgenommen wird. Diese Wahrnehmung beruht auf einer Störung der Hörfunktion des Menschen. Der Höreindruck des Tinnitus hat also nichts mit dem Schall in der Umgebung des Patienten zu tun. Die Art der scheinbar wahrgenommenen Geräusche ist sehr vielfältig. Man fasst unter Anderem folgende akustische Eindrücke unter dem Begriff Tinnitus zusammen:
  • Brumm- oder Pfeiftöne
  • Rauschen
  • Donnern
  • Zwitschern
Es gibt nicht immer ein reales Geräusch, das den selben Höreindruck wie der Tinnitus verursacht. Das Thema Tinnitus ist von vielen Missverständnissen umsäumt. Häufig wird der Fehler begangen, den Tinnitus als eigene Krankheit zu betrachten. Da er aber oft ein Symptom einer anderen Krankheit ist, verstellt diese Betrachtungsweise oft den Blick auf mögliche Ursachen. Wegen der Vielfältigkeit der Ursachen und der Verschiedenartigkeit seines Auftretens, wird von einigen Wissenschaftlern die Einordnung als Syndrom favorisiert. Besonders in den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl der Tinnituspatienten in den westlichen Industrieländern dramatisch angestiegen. Man spricht daher bereits von einer Volkskrankheit.
Ursachen:
Es sind viele Ursachen bekannt, die Tinnitus auslösen können. Dazu gehören:
  • Mittelohrerkrankungen mit Störung der Schallübertragung
  • Verspannung des M.Masseter (Kaumuskel)
  • Knalltraumata
  • Sauerstoffmangelversorgung des Innenohrs
  • Virusinfektionen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Ohrenschmalz
  • Tauchunfälle (Dekompressionskrankheit oder Barotrauma)
  • starker Lärm (z. B. in Diskotheken)
Therapie:
Um den M. Masseter (Kaumuskel) zu lösen und somit den „Tinnitus“ zu reduzieren, bewährt sich die Triggerpunkt-Therapie, zudem kann unterstützend Entspannungsübungen wie zum Beispiel Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder auch Meditation die Chance auf Linderung verbessern. Die Chance auf eine vollständige Heilung des Tinnitus ist in den ersten drei Monaten noch sehr hoch.
GESUNDHEIT IST NIHT ALLES, ABER OHNE GESUNDHEIT IST ALLES NICHT`S