Januar 2018


Schleudertrauma


Symptome bei Schleudertrauma

Die Symptome bei Schleudertrauma entstehen in der Regel bei einem Auffahrunfall durch eine heftige Nackenbeugung nach von oder zur Seite, gefolgt von einer sehr schnellen Bewegung in die Gegenrichtung.
Das Schleudertrauma wird auch als Halswirbelsäulendistorsion (HWS-Distorsion) definiert.
Das klassische Schleudertrauma wird durch einen Auffahrunfall verursacht, der Kopf wird dabei nach vorn geworfen und der Hals über seine physiologischen Grenzen hinaus gebeugt; sofort danach erfolgt ein heftiger Rückprall gegen die Kopfstütze.
Es ist wichtig, die Unfalldynamik zu kennen, damit ein zweckmäßiges Behandlungsprogramm festgelegt werden kann.
Das Problem des Schleudertraumas liegt keineswegs nur in der Entzündung der Halswirbelsäule, wie häufig angenommen wird, sondern kann auch folgende Verletzungen verursachen:
Bandscheibenschäden (Diskopathien), Bandscheibenvorfälle, Bänderläsionen, Muskelverspannungen und Gelenkblockaden.
Die Nackenschmerzen und anderen Symptome können auch dann auftreten, wenn der Auffahrunfall bei geringer Geschwindigkeit erfolgt ist.
Das Schleudertrauma lässt sich nicht nur auf die Halswirbelsäule begrenzen, viele Betroffene klagen auch über Schmerzen in der Brust– und Lendenwirbelsäule, sowie am Unterkiefer, in manchen Fällen sogar am Handgelenk oder Ellbogen.

 

Was ist die Ursache für ein Schleudertrauma?

Meistens entsteht ein Schleudertrauma bei einem Auffahrunfall mit dem Pkw, aber es kann auch durch einen sportlichen Zusammenstoß oder bei einer Vollbremsung im Auto verursacht werden.
Wenn der Betroffene angeschnallt war, riskiert er lediglich ein Schleudertrauma, andernfalls kann er nach vorn geschleudert werden und mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe prallen.
Wenn die Kopfstütze korrekt positioniert ist, d.h. maximal 5 cm vom Kopf entfernt, und der Rücken fest an der Rückenlehne liegt, fallen die Auswirkungen des Traumas geringer aus.

Was sind die Symptome bei Schleudertrauma?

Die Symptomatik umfasst: Schmerzen und Bewegungseinschränkung im Bereich der Halswirbelsäule, stechende Schmerzen im Arm, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Gefühl der Benommenheit, Desorientiertheit, Sehstörungen, selten machen sich auch Schluckbeschwerden, ein Kribbeln in der Region zwischen Hals und Hand und Schmerzen im Unterkiefer bemerkbar.
Wenn der Hals des Betroffenen im Moment des Aufpralls gedreht oder zur Seite geneigt war, werden die Schmerzen stärker sein und die Genesungszeiten länger ausfallen.
In seltenen Fällen reagiert der Körper in den ersten beiden Tagen mit Fieber.
In Regel verschwinden die meisten dieser Symptome im Verlauf mehrerer Tage von selbst.
Die meisten Patienten kommen mit einem gänzlich blockierten Nacken in die Praxis, weil die schmerzhaften Stiche unerträglich sind oder weil sie Angst haben, ihn zu bewegen.
Nur bei schweren Traumata können Langzeitfolgen auftreten, wie Schäden an Hirn und Hirnnerven.
In der postakuten Phase können Verhaltensänderungen auftreten, die sich durch Schlafstörungen, Depressionen oder erhöhte Reizbarkeit äußern.
Der Verletzte kann einen durch das Trauma geradegerichteten Hals aufweisen, er könnte jedoch auch schon vorher gerade gewesen sein; dieser Zustand ist kein Grund zur Sorge, er dürfte keine Probleme verursachen.
Hat der Patient keine Wirbelfrakturen, können die Symptome durch einen Bandscheibenvorfall oder die Verschiebung der Halswirbel bedingt sein.
Kinder können dieselben Beschwerden wie Erwachsene aufweisen, obwohl dies wesentlich seltener vorkommt, denn die kindliche Wirbelsäule ist besser hydriert und ein Bandscheibenvorfall kommt vor dem 20. Lebensjahr äußerst selten vor.
Das Schleudertrauma betrifft nicht ausschließlich den Nacken, sondern auch die untere Region des Rückens; das erste Trauma erfolgt nämlch auf Höhe der Lendenwirbelsöule und des Beckens.

GESUNDHEIT IST NICHT ALLES ABER OHNE GESUNDHEIT IST ALLES NICHT`S

Schulterschmerzen /Impingement-Syndrom


Schulterschmerzen gelten immer mehr als Volkskrankheit. Durch das veränderte Freizeitverhalten und dem zu Recht gestiegenen Anspruch des Menschen auch im reiferen Altre noch aktiv sein zu können suchen deshalb immer mehr Menschen ärztliche Hilfe. Sehr häufig ist das „Impingement Syndrom“ für Schulterschmerzen verantwortlich.

 

Definition: Impingement Syndrom der Schulter
Als Impingement Syndrom bezeichnet man Schulterschmerzen, die sich auf Grund der anatomischen Enge zwischen zwei Knochen des Schultergelenks, dem Oberarmkopf (Caput humeri) und dem Schulterdach (Acromion), entwickeln.

 

Ursache: Impingement Syndrom Schulter
Besonders häufig entwickeln bestimmte Berufsgruppen, wie Handwerker die viel über Kopf arbeiten, beispielsweise Maler, aber auch „Überkopfsportler“ wie Tennis- oder Volleyball-Spieler ein Impingement Syndrom. Die anfangs belastungsabhängigen Schmerzen, vor allem bei Tätigkeiten mit angehobenem Arm, können im Verlauf in Ruheschmerz münden.
Eine ungünstige Formgebung des Acromion (hakenförmiger Sporn und / oder vermehrter seitliche Neigung) oder ein Verschleiß des Schultereckgelenkes, dem Gelenk zwischen Schlüsselbein und Schulterdach, führen häufig zu einer weiteren Einengung des naturgemäß engen Gleitraums der Sehnen unter dem Acromion.
Werden die Sehnen hier immer wieder gequetscht, kommt es zur Sehnenreizung. Eine chronische Sehnenreizung kann zu einem Sehnenverschleiß, bis hin zum Sehnenriss führen (Ruptur Rotatorenmanschette).

 

Diagnose: Impingement Syndrom Schulter
Wichtig für die Diagnosefindung ist eine detaillierte Untersuchung des Schultergelenks und der umgebenden Strukturen mit Hilfe standardisierter Tests durch einen Schulterspezialisten.
Eine Ultraschall Untersuchung gibt Aufschluss über den Zustand des Schleimbeutels (Bursa) und der Sehnen (Rotatorenmanschette). Röntgenbilder geben die knöchernen Verhältnisse des Schultergelenkes wieder und machen eine Einengung des Sehnengleitraums sichtbar. Sehr umfassende Informationen über sämtliche Strukturen der Schulter bietet das MRT.

 

Konservative Behandlung: Impingement Syndrom Schulter
Je früher das Impingement Syndrom behandelt wird, desto höher ist die Aussicht, es erfolgreich zu therapieren. Am Anfang stehen neben Schonung sanfte Therapiemaßnahmen wie Kältebehandlung, Salbenbehandlung und Elektrotherapie.
Durch bestimmte Bewegungsübungen und gezieltes Muskeltraining soll die Stellung des Oberarmkopfes verbessert werden, um so mehr Raum für die Sehnen unter dem Schulterdach zu schaffen. Wenn dies alles nicht greift, sind in der Regel entzündungshemmende Medikamenten sinnvoll.
Führen die oben genannten konservativen Maßnahmen nicht zu einer dauerhaften Beschwerdefreiheit, sollte unbedingt die Ursache des Impingement Syndroms behandelt werden. Hierzu sollte die vermehrte Enge unter dem Schulterdach arthroskopisch, d.h. einen minimal invasiven operativen Eingriff durch einen Schulterspezialisten beseitigt werden.

 

Operative Behandlung: Impingement Syndrom Schulter / Arthroskopie
Wird der Patient trotz 3-4 monatiger konservativer Therapie nicht beschwerdefrei oder tauchen die Schulterschmerzen immer wieder auf sollte unbedingt die Ursache des chronischen Reizzustandes der Schulter behandelt werden. Dies ist auch deshalb angeraten um einer fortschreitenden Schädigung der Sehnen (Rotatorenmanschette) und der Gefahr eines Sehnenrisses vorzubeugen (Ruptur Rotatorenmanschette).
Hierzu wird der Raum unter dem Schulterdach operativ erweitert, d.h. der entzündete, verdickte Schleimbeutel beseitigt, ein Band im vorderen Schulterdachbereich (Lig. coracoacromiale) durchtrennt und eventuelle knöcherne Vorsprünge abgetragen. Eine solche Operation sollte minimal-invasiv, d.h. arthroskopisch erfolgen.
Bei der Schulterarthroskopie werden in aller Regel zwei jeweils nur ca. 3 mm kleine Schnitte für die Operation benötigt. Über einen dieser Zugänge wird eine Minikamera in das Schultergelenk eingebracht mit der aller wichtigen Strukturen (Sehnen, Bänder, Schleimbeutel, Knorpel etc.) exakt beurteilen werden können. Über den zweiten Zugang kann der Operateur mit entsprechenden Spezialinstrumenten den Schaden an der Schulter reparieren.

 

Nachbehandlung: Operation Impingement Syndrom Schulter / Arthroskopie
Nach arthroskopischer Erweiterung des Gleitraums der Sehnen unter dem Schulterdach benötigt die Schulter eine gewisse Schonung, sie sollte aber bereits frühzeitig sanft bewegt werden. Eine Ruhigstellung in einer Bandage ist nicht erforderlich.

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Zähneknirschen kann Ohrgeräusche verursachen


Wer unter Ohrgeräuschen – Tinnitus – leidet, sollte zur Ursachenforschung seinen Zahnarzt aufsuchen. Denn für die belastenden Geräusche kann eine verspannte Kiefermuskulatur verantwortlich sein.
Dieser mögliche Zusammenhang ist vielen nicht bewusst. Wer auf Grund von Stress dazu neigt, mit den Zähnen zu knirschen, spannt seine Kaumuskulatur zu stark an und belastet seine Kiefergelenk falsch. Diese andauernde Verkrampfung kann sich so auf das Innenohr auswirken, dass ein unangenehmes Pfeifgeräusch entstehe. Durch den starken Druck können die feinen Haarzellen im Innenohr ähnlich stark geschädigt werden wie durch einen Hörsturz oder dauerhaft starke Beschallung.
Zähneknirschen:
Zähneknirschen schädigt manchmal das Innenohr. Eine Kieferschiene lässt Tinnitus verstummen.
Lästige Geräusche im Ohr können durch eine Fehlstellung des Kiefergelenks entstehen. Denn Mittelohr und Kiefergelenk liegen eng beieinander und sind nur durch eine dünne Knochenlamelle getrennt.
Bei der sogenannten kraniomandibulären Dysfunktion (CMD) verschiebt sich die Bisshöhe. Ursachen können beispielsweise eine angeborene Zahnfehlstellung, Zähneknirschen, einseitiges Kauen oder Zahnprothesen sein. Dann wird der Unterkiefer nicht mehr genügend stabilisiert, der Kiefergelenkkopf verlagert sich, so dass das Gelenk Geräusche macht.
Wird beim Mund schließen der Kopf des Kiefergelenks weit nach hinten geschoben, entsteht enormer Druck auf zwei dazwischen liegende Nerven. Tinnitus oder auch Schläfenkopfschmerzen können die Folge sein. Abhilfe kann eine Zahnschiene aus Kunststoff schaffen, mit der die Gelenkköpfe in ihre ursprüngliche Position zurückgebracht werden. Mindestens vier Wochen lang sollte die Schiene rund um die Uhr getragen werden. Beim Schließen des Mundes dreht sich der Unterkiefer und zieht das Kiefergelenk nach unten. Im Lauf der Zeit muss man die Schiene regelmäßig neu justieren und abschleifen, bis der ideale Biss stabilisiert ist.
Der Tinnitus ist eine akustische Wahrnehmung des Menschen, die zusätzlich zum Schall, der auf das Ohr wirkt, wahrgenommen wird. Diese Wahrnehmung beruht auf einer Störung der Hörfunktion des Menschen. Der Höreindruck des Tinnitus hat also nichts mit dem Schall in der Umgebung des Patienten zu tun. Die Art der scheinbar wahrgenommenen Geräusche ist sehr vielfältig. Man fasst unter Anderem folgende akustische Eindrücke unter dem Begriff Tinnitus zusammen:
  • Brumm- oder Pfeiftöne
  • Rauschen
  • Donnern
  • Zwitschern
Es gibt nicht immer ein reales Geräusch, das den selben Höreindruck wie der Tinnitus verursacht. Das Thema Tinnitus ist von vielen Missverständnissen umsäumt. Häufig wird der Fehler begangen, den Tinnitus als eigene Krankheit zu betrachten. Da er aber oft ein Symptom einer anderen Krankheit ist, verstellt diese Betrachtungsweise oft den Blick auf mögliche Ursachen. Wegen der Vielfältigkeit der Ursachen und der Verschiedenartigkeit seines Auftretens, wird von einigen Wissenschaftlern die Einordnung als Syndrom favorisiert. Besonders in den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl der Tinnituspatienten in den westlichen Industrieländern dramatisch angestiegen. Man spricht daher bereits von einer Volkskrankheit.
Ursachen:
Es sind viele Ursachen bekannt, die Tinnitus auslösen können. Dazu gehören:
  • Mittelohrerkrankungen mit Störung der Schallübertragung
  • Verspannung des M.Masseter (Kaumuskel)
  • Knalltraumata
  • Sauerstoffmangelversorgung des Innenohrs
  • Virusinfektionen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Ohrenschmalz
  • Tauchunfälle (Dekompressionskrankheit oder Barotrauma)
  • starker Lärm (z. B. in Diskotheken)
Therapie:
Um den M. Masseter (Kaumuskel) zu lösen und somit den „Tinnitus“ zu reduzieren, bewährt sich die Triggerpunkt-Therapie, zudem kann unterstützend Entspannungsübungen wie zum Beispiel Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder auch Meditation die Chance auf Linderung verbessern. Die Chance auf eine vollständige Heilung des Tinnitus ist in den ersten drei Monaten noch sehr hoch.
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